„Willst du einem Menschen für einen Tag helfen, dann gib ihm Brot.
Willst du ihm für längere Zeit helfen, dann gib ihm ein Haus.
Willst du ihm für ein ganzes Leben helfen, dann gib ihm Bildung.“
Das war das Motto, nach dem Padre Juan Markiewicz handelte. Er kämpfte gegen die Armut und wurde Gründer und Begleiter des Stadtviertels „Villa Cabello“ (=Haarviertel) in der Stadt Posadas (Argentinien). Der Name stammt daher, dass zur Finanzierung der Siedlung und der dortigen Kirche langes Schnitthaar gespendet wurde. Schwester Franziska Hohenwieser fing an Spenden zu sammeln. Sie kam auf die Idee, nach „alten Zöpfen“ zu fragen, die wir schon seit Jahrzehnten ankaufen.
Die „Villa Cabello“, das ist vor allem ein Schulprojekt. Denn Bildung ist die Grundlage für einen Beruf, mit dem man eine Familie ernähren kann. Die Stiftung Villa Cabello bezahlt für 400 Kinder, die sich das nicht leisten können, das Schulgeld. Denn immer noch leben dort viele Familien in Armut.
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Geschichtlicher Hintergrund:
Villa Cabello ist einer der bekanntesten und bevölkerungsreichsten Stadtteile von Posadas, der Hauptstadt der Provinz Misiones in Argentinien. Er liegt im Westen der Stadt, angrenzend an den Arroyo Mártires und den Rio Paraná. Hier sind einige wichtige Informationen zu diesem besonderen Viertel:
Geschichte und Ursprung des Namens
- Der Name „Villa Cabello“ (was übersetzt etwa „Haar-Siedlung“ bedeutet) hat einen außergewöhnlichen Hintergrund:
- Gründung: Das Viertel wurde am 13. Mai 1973 von dem Steyler Missionar Pater Juan Markievicz ins Leben gerufen. Ziel war es, der armen Landbevölkerung, die in die Stadt zog, menschenwürdigen Wohnraum zu bieten.
- Finanzierung: Da es kaum finanzielle Mittel gab, riefen Unterstützer in Deutschland dazu auf, langes Schnitthaar zu spenden. Dieses wurde an Perückenhersteller verkauft, und der Erlös (etwa 18.000 Mark) wurde genutzt, um die ersten 12 Hektar Land für die Siedlung zu kaufen.
Entwicklung und Gemeinschaft
Was als kleines Hilfsprojekt begann, hat sich zu einer „Stadt in der Stadt“ entwickelt:
- Einwohner: Heute leben dort schätzungsweise zwischen 60.000 und 80.000 Menschen. Es ist nach Itaembé Miní das zweitgrößte Viertel von Posadas.
- Selbsthilfe: Das Projekt basierte stark auf dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Bewohner bauten ihre Häuser, Schulen und sogar ein Krankenhaus teilweise selbst.
- Infrastruktur: Heute verfügt das Viertel über eine eigenständige Infrastruktur mit zahlreichen Bildungseinrichtungen (von Kindergärten bis zu Berufsschulen), Sportplätzen, Kirchen und Gesundheitszentren.
Wichtige Institutionen
- Diese Stiftung führt das Erbe von Pater Markievicz fort und verwaltet die sozialen und bildungsnahen Projekte des Viertels.
- Parroquia Inmaculado Corazón de María: Das religiöse und soziale Zentrum des Stadtteils.



Lage und Grenzen
Das Viertel erstreckt sich westlich der Avenida Jauretche bis zum Arroyo Mártires und wird im Norden durch den Río Paraná begrenzt.
Villa Cabello gilt heute als ein Beispiel für gelungene Stadtentwicklung durch bürgerschaftliches Engagement und internationale solidarische Hilfe.
Diese Schulen sind ein zentraler Bestandteil des Viertels und wurden oft durch die Unterstützung der Stiftung und die Eigeninitiative der Bewohner aufgebaut. Sie bieten Kindern und Jugendlichen in der Region wichtige Bildungs- und Ausbildungschancen.

